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Club Niederösterreich
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Mail: info@clubnoe.at |
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Pröll: Mit Kreativität und Nachhaltigkeit zu neuen Tourismusstrategien in Niederösterreich
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Hochkarätig besetzte Club Niederösterreich-Tagung zum Thema „Klimawandel & Wintertourismus“ am 1. März 2007 in St. Pölten |
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v. l. n. r: Stefan Schleicher, Herbert Formayer, Erwin Pröll, Simon Gspan, Andreas Reiter |
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„Mit dieser Tagung wollen wir dazu anregen, den Auswirkungen des Klimawandels mit nachhaltigen touristischen Strategien zu begegnen. Allerdings geht es nicht zuletzt auch darum, den Ursachen des Klimawandels mit einer wirksamen Klima- und Energiepolitik den Kampf anzusagen“, betonte Club Niederösterreich-Präsident, Dr. Erwin Pröll, heut bei der Fachtagung „Klimawandel & Wintertourismus“.
Der Klimawandel ist durch die Wetterkapriolen des heurigen Winters in aller Munde. In hitzigen Diskussionen gehen die Meinungen auseinander. Die Bandbreite reicht von totaler Ignoranz über Herunterspielen und Schönreden der Fakten bis zur Voraussage des totalen Klimakollaps. Wissenschaftliche Studien belegen es jedoch: Der Klimawandel findet statt. Und das nicht erst seit ein paar Wochen oder Monaten, nicht erst, seit der Schnee ausgeblieben ist.
Von den rund 6 Millionen Nächtigungen in Niederösterreich im Jahr 2006 entfallen lediglich fünf Prozent auf die Wintersportorte. Eine Zahl, die dennoch nicht zur Beruhigung Anlass geben kann. Denn was der Durchschnitt verheimlicht, ist, dass sich vereinzelt Regionen mit einem 100-prozentigen Ausfall konfrontiert sehen und dass vor allem der Tagesschibereich in der bisherigen Wintersaison Einbußen in der Größenordnung von 30 Prozent zu verzeichnen hatte. Betroffen sind nicht nur Gemeinden, Liftbetreiber, Gastronomie und Hotelerie, sondern auch Arbeitnehmer, die ihre Jobs verlieren, und Bauern, die auf wichtige Zu- und Nebenerwerbsquellen im Wintertourismus verzichten müssen und damit die Existenz ihrer Betriebe gefährden.
Ein Maßnahmenpaket, um diesem Prozess wirksam entgegenzusteuern, sollte auf innovativen und nachhaltigen Strategien basieren. Grundsätzlich geht es um die Erschließung neuer Kundengruppen in wetterunabhängigen Segmenten, den Ausbau und die Förderung des Wellness- und Gesundheitstourismus und um die Nutzung des Potenzials von Natur und Wandern. Darüber hinaus gilt es, in Kulinarik und Genuss auf höchstem Qualitätsniveau sowie in ein vielfältiges Kunst- und Kulturangebot zu investieren. Sicher nicht zielführend sind Maßnahmen, die zu Lasten der Natur gehen und den Klimawandel erst recht begünstigen. Ebenso wenig führt kein Weg an einer effizienten Ursachenbekämpfung durch eine deutliche Reduktion der klimarelevanten Abgase vorbei. Erneuerbare Energie statt fossiler – heißt das Gebot der Stunde.
„Dieser Winter könnte – trotz allem – auch sein Gutes haben. Dann nämlich, wenn er dazu beiträgt, die Sensorien der Menschen für Umweltthemen zu schärfen und die gegenseitige Abhängigkeit von Klimaschutz und Tourismus zu verdeutlichen“, schloss Dr. Pröll.
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