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Das Heft 2/2003 der Schriftenreihe des Club Niederösterreich „Aufbruch zu einer neuen Weltordnung?“ ist zum Preis von € 4,21 (inklusive 10 % Umsatzsteuer, exklusive Versandspesen) beim

Club Niederösterreich, Bartensteingasse 4/16, 1010 Wien, telefonisch unter 01/533 84 01 oder unter der e-mail-Adresse erhältlich.
Aufbruch zu einer neuen Weltordnung?
Die soeben erschienene Ausgabe der Schriftenreihe des Club Niederösterreich ist den internationalen Beziehungen nach dem Irak-Krieg gewidmet.
Univ.-Prof. DDr. Franz Josef Radermacher vom Institut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung an der Universität Ulm betrachtet die derzeitigen globalen Strukturen als nicht friedensfähig. In Anlehnung an die EU-Armutsdefinition (niemand sollte mit einem Einkommen von unter 50 % des Durchschnittseinkommens auskommen müssen) spricht er von einem System der globalen Apartheid, das Hass und Terror fördert.

Er entwirft drei mögliche Zukunftsszenarien:

- Erstens, und das ist das von Radermacher präferierte Modell, könnten im Rahmen eines Welt-Marshall-Plans reiche Länder den armen Ländern durch Co-Finanzierung bei ihrer Entwicklung helfen und gleichzeitig soziale und ökologische Standards durchsetzen sowie den Frieden sichern.

- Das zweite Szenario würde eintreten, wenn wir weiter so agieren wie bisher. Aufgrund der immer knapper werdenden Ressourcen würden wir „ökologisch gegen die Wand fahren“.

- Die dritte Alternative wäre die Etablierung einer Ressourcendiktatur verbunden mit einem rigiden Sicherheitsregime. Bei dieser – für Radermacher bei weitem wahrscheinlichsten Variante – würden die reichen Länder den armen Ländern Entwicklung verwehren und gegebenenfalls auch versuchen, sie zu destabilisieren, um sich die nötigen Ressourcen zu sichern.

Der frühere ORF-Report-Mann Dr. Helmut Brandstätter widmet sich in seinem Beitrag den amerikanisch-europäischen Beziehungen nach dem Irak-Krieg. Er kommt zu dem Schluss, dass sich ein europäisches Selbstbewusstsein aufgrund der gegenwärtigen amerikanischen Überlegenheit auf militärischem, ökonomischen und politischem Gebiet nicht als Antithese zu den USA entwickeln kann. Zur Einigung Europas wird es, so Brandstätter, notwendig sein, die zur Zeit strapazierten amerikanisch-europäischen Beziehungen positiv zu klären.
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