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Das Heft 1/2003 der Schriftenreihe des Club Niederösterreich „Landwirtschaft auf neuen WeGEN?“ ist zum Preis von € 4,21 (inklusive 10 % Umsatzsteuer, exklusive Versandspesen) beim
Club Niederösterreich, Bartensteingasse 4/16, 1010 Wien, telefonisch unter 01/533 84 01 oder unter der e-mail-Adresse erhältlich. |
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„Landwirtschaft auf neuen WeGEN?“ |
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Die soeben erschienene Ausgabe der Schriftenreihe des Club Niederösterreich ist dem Einsatz der Biotechnologie in der Landwirtschaft gewidmet. |
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Weltweit werden auf 58,7 Millionen Hektar Ackerfläche gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut – Tendenz steigend. Bei Soja, Mais, Raps und Baumwolle entfallen bereits 23 Prozent des weltweiten Gesamtanbaus auf gentechnisch veränderte Sorten. Der Anbau dieser Pflanzen ist in Österreich derzeit verboten. Die Grüne Gentechnik ist aber aufgrund der internationalen Entwicklungen auch in Österreich ein wichtiges Thema.
Landesrat DI Josef Plank, Vizepräsident des Club Niederösterreich, streicht in seinem Beitrag die Bedeutung der Grünen Gentechnik für Niederösterreich – Österreichs Agrarland Nummer eins – heraus. Wie sich auch immer die Gesellschaft bezüglich des Einsatzes der Biotechnologie in der Landwirtschaft entscheidet, biotechnologische Forschung müsse betrieben werden, ist Plank überzeugt. Nur so könne die Entscheidung für oder gegen den Einsatz der Gentechnologie in der Landwirtschaft auf fundierter Basis getroffen werden. Darüber hinaus sei es Aufgabe der Politik sicherzustellen, dass für jene Bauern, die gentechnikfrei produzieren wollen, dies auch weiterhin unter akzeptablen Rahmenbedingungen möglich ist.
Univ.-Prof. Dr. Peter Ruckenbauer, Leiter des Interuniversitären Forschungsinstitutes für Agrarbiotechnologie in Tulln, macht deutlich, dass Pflanzenzüchtungen immer schon darauf abzielten, Pflanzen mit gewünschten Eigenschaften auszustatten und ungewünschte Eigenschaften zu eliminieren. Der konventionelle Züchter muss mit einer enorm großen Anzahl an Pflanzen arbeiten, bis die gewünschte Kombination erreicht wird. Bei gentechnischer Veränderung von Pflanzen kann das gewünschte Ergebnis viel rascher erreicht werden. Ruckenbauer beklagt in seinem Beitrag das geringe Forschungsbudget und das technologiefeindliche Umfeld in Österreich, das dazu führe, dass Österreich den Anschluss an die internationalen Entwicklungen in diesem Bereich versäumt.
Walter Klingenbrunner, Bio-Bauer aus Michelhausen, sieht einen möglichen Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft als den Startschuss für eine massive Veränderung der Struktur in der österreichischen und europäischen Agrarlandschaft: „In kürzester Zeit wären sämtliche landwirtschaftlichen Feldfrüchte und Felder mit GVO (genetisch veränderten Organismen) kontaminiert. Alle Versuche kontrollierter Produktion, alle Bescheinigungen von gentechnikfreien Produkten wären innerhalb weniger Jahre zum Scheitern verurteilt.“ In Folge würden wichtige Märkte und das Vertrauen einer überwiegenden Zahl der Konsumenten in die heimische Landwirtschaft verloren gehen.
In weiteren Beiträgen kommen DI Rupert Lindner, Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs, DI Helmut Bohacek, Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich, und Abg. z. NR DI Wolfgang Pirklhuber, Agrarsprecher der Grünen, zu Wort. |
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